Elektrische Fußbodenheizung

Elektrische Fußbodenheizung für Altbau und Neubau

Warme Füße, wohlige Atmosphäre und dabei völlig unsichtbare Technik: Elektrische Fußbodenheizungen erwärmen Bad, Küche, Wohnraum oder Büro gleichmäßig von unten, ohne dass ein Heizkörper Platz an der Wand beansprucht. Mit nur 3 bis 4 mm Aufbauhöhe lassen sich unsere Heizmatten sowohl im Neubau als auch bei der Renovierung im Altbau verlegen, ganz ohne aufwendige bauliche Eingriffe.

Warum elektrische Fußbodenheizung überzeugt

Die Wärme entsteht flächig und gleichmäßig direkt unter dem Bodenbelag, statt punktuell von einem Heizkörper auszugehen. Das sorgt für ein angenehmes Raumklima ohne kalte Zonen und ohne die trockene Luft, die klassische Konvektionsheizkörper erzeugen. Da keine Luft verwirbelt wird, wirbelt auch kein zusätzlicher Staub auf, ein Vorteil für Allergiker. Warme Oberflächen verhindern zudem Kondensation und damit Schimmelbildung, etwa im Bad. Technisch punktet das System durch seinen einfachen Aufbau: keine Pumpen, keine Ventile, keine beweglichen Teile, dafür eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren und praktisch wartungsfrei im Betrieb. Die Anschaffungs- und Installationskosten liegen zudem meist deutlich unter denen einer wasserführenden Fußbodenheizung, siehe Kostenvergleich weiter unten.

Passende Lösung für jeden Raum

Die empfohlene Heizleistung und Größe richten sich nach Raumnutzung und Bodenbelag. Für die meisten Wohnräume reicht unsere Standardmatte mit 160 W/m², im Schlafzimmer genügt aufgrund der gewünschten kühleren Schlaftemperatur meist eine reduzierte Leistung, in schlecht gedämmten Räumen oder Wintergärten mit großen Glasflächen empfiehlt sich dagegen eine höhere Leistungsstufe.

Raum Empfohlene Leistung Typische Größe Besonderheit
Badezimmer 160 W/m² 2 bis 10 m² Fliesen speichern und verteilen die Wärme besonders gleichmäßig, ideal auch zum Handtuchtrocknen
Küche 160 W/m² 8 bis 15 m² Angenehm bei längeren Standzeiten, kein Heizkörper schränkt die Küchenplanung ein
Wohnzimmer 160 W/m² 15 bis 30 m² Gleichmäßige Wärme ohne kalte Ecken, auch für offene Wohnbereiche geeignet
Schlafzimmer 100 bis 130 W/m² 12 bis 20 m² Reduzierte Leistung für eine kühlere, schlaffreundliche Raumtemperatur
Büro und Home Office 160 W/m² 10 bis 20 m² Keine kalten Füße am Schreibtisch, keine Staubaufwirbelung durch Konvektion
Wintergarten und Veranda 160 bis 200 W/m² 10 bis 25 m² Höhere Leistung gleicht den Wärmeverlust großer Glasflächen aus

Aufbau und Komponenten

Unsere Heizmatten mit 160 W/m² sind für mineralische Bodenbeläge wie Fliesen, Naturstein oder Estrich ausgelegt und werden direkt im Fliesenkleber oder Dünnbettestrich verlegt. Sie sind in Größen von 1 bis 12 m² erhältlich und lassen sich passend zur Raumgröße kombinieren.

Fläche Leistung Stromaufnahme
1 m² 160 W 0,7 A
3 m² 480 W 2,1 A
5 m² 800 W 3,5 A
8 m² 1.280 W 5,6 A
10 m² 1.600 W 7,0 A
12 m² 1.920 W 8,3 A

Für die Steuerung stehen zwei Thermostat Varianten zur Wahl. Das Digital Thermostat mit Touchscreen regelt die Temperatur auf ±0,5°C genau, mit Wochenprogramm und bis zu sechs Zeitfenstern pro Tag. Wer die Heizung zusätzlich per App oder Sprachassistent steuern möchte, greift zum WIFI Thermostat mit Anbindung an Amazon Alexa und Google Assistant, inklusive Verbrauchsanzeige und Zugriff von unterwegs. Beide Thermostate sind auch als Komplettset zusammen mit passender Heizmatte, Bodenfühler und deutscher Installationsanleitung erhältlich.

Installation in fünf Schritten

Zunächst wird die Raumfläche vermessen und die passende Mattengröße gewählt, feste Einbauten wie Badewanne oder WC werden dabei abgezogen. Anschließend wird der Untergrund gereinigt, getrocknet und bei Bedarf grundiert. Die Heizmatte wird vom Stromanschluss aus ausgerollt und provisorisch fixiert, der Bodenfühler kommt in ein Schutzrohr zwischen den Heizleitern. Vor dem Verlegen des Fliesenklebers prüft eine Elektrofachkraft die Matte per Durchgangsmessung, danach wird sie im Kleber eingebettet und die Fliesen werden regulär verlegt. Nach etwa 28 Tagen Aushärtezeit erfolgt der erste, langsam gesteigerte Aufheizvorgang, bevor das Thermostat final programmiert wird. Der elektrische Anschluss selbst muss gemäß VDE Vorschriften immer durch eine Elektrofachkraft erfolgen, das Verlegen der Matte ist auch in Eigenleistung möglich.

Die häufigsten Fehler bei der Montage lassen sich leicht vermeiden: die Heizmatte zu früh einschalten, bevor Kleber oder Estrich vollständig ausgehärtet sind, den Bodenfühler direkt auf dem Heizleiter statt dazwischen zu platzieren, oder auf die Durchgangsprüfung vor dem Verlegen der Fliesen zu verzichten. Auch unter fest verbauten Möbeln wie der Badewanne sollte die Matte ausgespart werden, um einen Hitzestau zu vermeiden.

Kosten und Wirtschaftlichkeit

Am Beispiel eines 10 m² Badezimmers zeigt sich der wirtschaftliche Vorteil der elektrischen Lösung gegenüber klassischen Heizkörpern über zehn Jahre betrachtet.

Position Heizkörper Elektrische Fußbodenheizung
Anschaffungskosten ca. 800 € ca. 600 €
Installationskosten ca. 400 € ca. 200 €
Aufbauhöhe 0 mm 3 bis 4 mm
Aufheizzeit 30 bis 60 Min. 15 bis 30 Min.
Betriebskosten pro Tag* ca. 1,20 € ca. 0,96 €
Wartungskosten pro Jahr ca. 150 € 0 €
Gesamtkosten über 10 Jahre ca. 5.580 € ca. 4.300 €

*Berechnet mit 2 Stunden Volllastbetrieb täglich und 0,30 €/kWh.

Die Betriebskosten lassen sich durch clevere Steuerung weiter senken. Ein Zeitprogramm mit abgesenkter Temperatur außerhalb der Nutzungszeiten spart bis zu 40 Prozent gegenüber Dauerbetrieb, eine raumweise Steuerung bis zu 30 Prozent, da nur tatsächlich genutzte Räume beheizt werden. Besonders wirtschaftlich wird der Betrieb in Kombination mit einer eigenen Photovoltaikanlage: Ein smartes Thermostat nutzt überschüssigen Solarstrom tagsüber zum Heizen und speichert die Wärme im Estrich, wodurch sich die Kosten gegenüber reinem Netzbezug spürbar reduzieren.

Elektrisch oder wasserführend: Der Unterschied

Gegenüber einer wasserführenden Fußbodenheizung punktet die elektrische Variante vor allem bei Anschaffung, Installation und Aufbauhöhe, weshalb sie sich besonders für die Nachrüstung einzelner Räume und für Altbauten mit begrenzter Deckenhöhe eignet. Wasserführende Systeme sind im laufenden Betrieb bei Gas oder Öl oft günstiger, dafür deutlich aufwendiger zu installieren und lassen sich kaum raumweise nachrüsten. Für ein einzelnes Bad, eine Küche oder in Kombination mit einer Photovoltaikanlage ist die elektrische Lösung meist die praktischere und wirtschaftlichere Wahl.

Rechtliche Hinweise

Die elektrische Installation muss gemäß VDE 0100 durch eine Elektrofachkraft erfolgen, das Verlegen der Heizmatte selbst ist auch in Eigenleistung zulässig. Nach dem Gebäudeenergiegesetz kann eine elektrische Fußbodenheizung als Heizsystem anerkannt werden, wenn sie mit Ökostrom oder in Kombination mit einer Photovoltaikanlage betrieben wird. Mieter benötigen für den Einbau die Zustimmung des Vermieters, da es sich um eine bauliche Veränderung handelt, Eigentümer einer Eigentumswohnung können innerhalb der eigenen Einheit frei entscheiden.

Häufig gestellte Fragen zur elektrischen Fußbodenheizung

Wie hoch sind die Betriebskosten einer elektrischen Fußbodenheizung?

Bei 160 W/m² und 10 m² Fläche ergibt sich eine Anschlussleistung von 1,6 kW. Bei rund 2 bis 3 Stunden Betrieb täglich und einem Strompreis von 0,30 €/kWh liegen die Kosten bei etwa 1,20 € pro Tag beziehungsweise rund 36 € im Monat. Über ein Zeitprogramm lassen sich die Kosten um bis zu 40 Prozent senken.

Kann ich elektrische Fußbodenheizung unter jedem Bodenbelag verlegen?

Ideal geeignet sind Fliesen, Naturstein und Estrich. Laminat, Vinyl oder mehrschichtig verklebtes Parkett sind nur bedingt geeignet und erfordern spezielle, wärmegeeignete Ausführungen laut Herstellerangabe. Teppich und massive Dielenböden eignen sich aufgrund der isolierenden beziehungsweise arbeitenden Eigenschaften nicht.

Wie lange dauert es, bis die Fußbodenheizung warm wird?

Je nach Bodenbelag dauert es etwa 15 bis 30 Minuten bis zur Zieltemperatur, deutlich schneller als eine wasserführende Fußbodenheizung. Über ein Zeitprogramm lässt sich der Raum automatisch rechtzeitig vor der Nutzung vorheizen.

Ist elektrische Fußbodenheizung als alleinige Heizung geeignet?

In gut gedämmten Neubauten und kleineren bis mittleren Räumen ist das möglich, besonders in Kombination mit Wärmepumpe oder Photovoltaik. In weniger gut gedämmten Gebäuden oder größeren Flächen eignet sie sich eher als Ergänzung, etwa in Bad und Küche oder in der Übergangszeit.

Kann ich die Fußbodenheizung selbst installieren?

Das Verlegen der Heizmatte ist in Eigenleistung möglich und mit Fliesenarbeiten vergleichbar. Der elektrische Anschluss muss laut VDE Vorschriften jedoch von einer zugelassenen Elektrofachkraft vorgenommen werden.

Wie lange hält eine elektrische Fußbodenheizung?

Bei fachgerechter Installation beträgt die Lebensdauer üblicherweise 30 bis 40 Jahre. Da keine Pumpen, Ventile oder sonstigen Verschleißteile verbaut sind, ist der Betrieb praktisch wartungsfrei.

Ist eine Fußbodenheizung mit Photovoltaik kombinierbar?

Ja, das ist eine besonders wirtschaftliche Kombination. Ein smartes Thermostat kann überschüssigen Solarstrom tagsüber zum Heizen nutzen und die Wärme im Estrich zwischenspeichern, statt den Strom ungenutzt einzuspeisen.

Ist elektrische Fußbodenheizung gesundheitlich unbedenklich?

Ja. Da keine Luft verwirbelt wird, entsteht auch kein zusätzlicher Staubaufwirbel, ein Vorteil für Allergiker. Die gleichmäßige Wärmeverteilung sowie die trockenheitsfreie, konvektionsarme Erwärmung gelten allgemein als angenehmes Raumklima, zudem beugen warme Oberflächen Kondensation und damit Schimmelbildung vor.

Ist elektrische Fußbodenheizung die richtige Wahl für Sie?

Besonders gut geeignet ist sie, wenn Sie einzelne Räume wie Bad oder Küche nachrüsten möchten, im Altbau nur wenig Aufbauhöhe zur Verfügung steht, eine Renovierung mit neuem Bodenbelag ohnehin ansteht, oder Sie eine eigene Photovoltaikanlage besitzen oder planen. Weniger geeignet ist sie meist, wenn eine alleinige Beheizung des gesamten Hauses ohne Photovoltaik oder Wärmepumpe geplant ist, Teppichboden vorgesehen ist, oder das Gebäude stark unzureichend gedämmt ist. Im Zweifel beraten wir Sie gerne unverbindlich zur passenden Lösung für Ihr Projekt.


 

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